EBZ Eltern-Baby-Zentrum Salzburg

Durch die Charity-Aktion unseres Vereins konnten wesentliche Beiträge zur entwicklungsfördernden Gestaltung des Eltern-Baby-Zentrums Salzburg erbracht werden.
Auch wurde die Umsetzung einer integrativen Neonatologie ermöglicht. Für die Eltern wurde in Form eines Elternrefugiums ein von der Medizin völlig getrennter Bereich geschaffen, indem Mutter, Vater und auch Geschwister in der Nähe ihres neu- bzw. frühgeborenen Kindes sich zu Hause fühlen können.

Es steht eine Küche mit Terasse, ein Spielbereich, Aufenthaltsräume und Schlafräume zur Verfügung. Auf der Station selbst wurde ein Erholungsraum für die Eltern eingerichtet; der Stillraum und auch die Betreuungseinrichtungen selbst konnten mithilfe der Spenden ebenfalls freundlich gestaltet werden.

Besonderes Augenmerk wurde im Sinne der entwicklungsfördernden Pflege bei der akkustischen und optischen Gestaltung der Intensiveinheiten selbst gerichtet.
Auch im ambulanten Bereich konnte mittels der Charity-Aktion ein Beitrag bei der Gestaltung der Kinderspielecke für Geschwister und bei der Gestaltung der Eltern-Schule geleistet werden.

Das Frühgeborene, Frühchen im Elternbabyzentrum Salzburg

seine Eltern und seine Umwelt im Eltern-Baby-Zentrum

Frühgeborene / "Frühchen" sind Kinder, die zum Zeitpunkt ihrer Geburt das Licht der Welt noch nicht in den Farben, in der Schärfe und den Lichtstärken wie reifgeborene Kinder erblicken können. Ebenso sind sie auch noch nicht auf die Geräusche der Welt vorbereitet. Ihr gesamtes Nervensystem sollte noch eine meilenweite Entwicklung in der Gebärmutter durchlaufen, um reif für die Welt „draußen“ zu sein.
Für eine normale Reifung sind zu einem bestimmten Zeitpunkt bestimmte sensorische (Sinnes-) Erfahrungen erforderlich – fehlen diese Reize, kann der jeweilige Entwicklungsschritt nicht nachgeholt werden. Wir wissen heute aus zahlreichen Studien, dass sich frühgeborene Kinder besser entwickeln, wenn an einer neonatologischen Klinik Methoden der entwicklungsfördernden Betreuung angewandt werden.

Ein wichtiger Faktor ist der Beziehungsaufbau zwischen Mutter/Vater und Kind. Eine möglichst durchgehende Präsenz von Mutter und Vater ist hierfür von entscheidender Bedeutung. Dies impliziert von Beginn an die Integration der Mutter und des Vaters in die Betreuung des Kindes – durch Kanguruhing, Übernahme der Pflege und sobald als möglich Stillen und Anbieten von Regulationshilfen. Eine weitere zentrale Forderung ist der Schutz des Kindes vor Reizüberflutung. Das akustische und optische Umfeld soll an die intrauterine Umgebung angepasst werden.

Die entwicklungsfördernde Umgebungsgestaltung in der Neonatologie mit Minimierung der Stress-, Licht- und Schmerzreize, ist die Basis für die Umsetzung des Konzepts der entwicklungsfördernden Pflege. Die Einbeziehung der Eltern in die Pflege und Betreuung ist ebenso wichtig wie eine spezielle Ausbildung des Personals, um mittels Regulationshilfen auf das Verhalten des frühgeborenen Kindes adäquat reagieren zu können. So können Medikamente eingespart werden und das Kind kann sich optimal entwickeln.

Im Eltern-Baby-Zentrum wurde die Umgebung des Kindes an diese Forderungen angepasst. Für Mutter und Vater ist eine 24 Stunden Präsenz bei ihrem Kind möglich. Intimität und Schutz werden für Mutter, Vater und Kind gesichert. Somit wird durch die Umgebungsbedingung der optimale Background für eine entwicklungsfördernde Begleitung geboten.

Das „Salzburger Modell“

Individuelle Betreuung im Eltern-Baby-Zentrum der Universitätsklinik Salzburg

Autoren: Teresa Garzuly und Johann Binter

Verein Früh R Leben

c/o Division für Neonatologie 
Müllner Hauptstraße 48
5020 Salzburg

Spendenkonto:

Hypo Salzburg

IBAN: AT65 5500 0002 0407 2890
BIC:   SLHYAT2S